
Als wir mit unserem eigenen Auto den Berg Phou Hua Lon erreichten, hatten wir das Gefühl, eine Seite von Laos zu entdecken, die bisher nur wenige internationale Reisende erlebt haben. Die Fahrt führte uns tief in die Berge der Provinz Xaysomboun (manchmal auch Xaisomboun geschrieben), weit abseits der bekannten Touristenrouten des Landes. Als sich die Landschaft öffnete, lagen endlose, grasbedeckte Bergrücken vor uns, ohne Menschenmassen und fast ohne jede touristische Infrastruktur. Es fühlte sich an, als würden wir ein völlig anderes Laos entdecken. Doch wo genau liegt dieses geheimnisvolle Gebirge, das die Einheimischen manchmal als das „Neuseeland von Laos“ bezeichnen?
Phou Hua Lon ist eine weitgehend baumlose Berglandschaft im Bezirk Anouvong in der Provinz Xaysomboun. Bekannt ist sie für ihre weiten, sanft geschwungenen Hügel und die beeindruckenden Ausblicke über die umliegenden Täler. Eine vergleichbare Landschaft findet man in Laos nur selten. Die Berge des Landes sind normalerweise von dichtem Wald oder markanten Kalksteinformationen geprägt.
Der laotische Name Phu Hua Lon (ພູຫົວໂລ້ນ) bedeutet sinngemäß „Berg mit kahlem Kopf“. Im Englischen wird er als „Bald Head Mountain“ oder kurz „Bald Mountain“ übersetzt. Auf Deutsch bezeichnen wir ihn in diesem Reiseführer als den „Kahlen Berg“. Der Name beschreibt die offenen, grasbewachsenen Hänge, auf denen besonders im oberen Bereich kaum größere Bäume wachsen.
In den vergangenen Jahren ist Phou Hua Lon vor allem bei laotischen und thailändischen Reisenden immer beliebter geworden. Mittlerweile zählt der kahle Berg zu den fotogensten Reisezielen des Landes. Unter westlichen Reisenden ist er dennoch nahezu unbekannt. Die meisten Erfahrungen und praktischen Informationen werden weiterhin nur auf Laotisch oder Thailändisch geteilt. Auch die wenigen englischsprachigen Reiseführer bestehen häufig kaum aus mehr als einigen Fotos.
In diesem Reiseführer bringen wir deshalb alle wichtigen Informationen zusammen. Dazu gehören unsere persönlichen Erfahrungen vor Ort, alles, was wir gerne vor unserer Anreise gewusst hätten, und sämtliche praktischen Hinweise für die Planung deiner eigenen Reise.
Der Berg Phou Hua Lon liegt im Bezirk Anouvong in der Provinz Xaysomboun, etwa 220 Kilometer von der Hauptstadt Vientiane entfernt. Die Anreise auf der Straße dauert ungefähr fünf bis sechs Stunden. Der Eintritt kostet 20.000 LAK, was rund 0,90 USD entspricht.
Die beste Reisezeit liegt zwischen Oktober und Januar. In diesen Monaten sind die Graslandschaften meist noch grün, während die Straßen deutlich einfacher zu befahren sind als während der Regenzeit. Die folgende Übersicht zeigt dir alle wichtigen Informationen für deinen Besuch am Kahlen Berg von Laos.
| Information | Details |
|---|---|
| Lage | Bezirk Anouvong, Provinz Xaysomboun, Laos |
| Laotischer Name | ພູຫົວໂລ້ນ (Phou Hua Lon oder Phu Hua Lon) |
| Bedeutung des Namens | Berg mit kahlem Kopf, in diesem Reiseführer kurz Kahler Berg |
| Ungefähre Höhe | Rund 1.857 Meter über dem Meeresspiegel |
| Entfernung von Vientiane | Etwa 220 Kilometer über die Route 10 und das Gebiet des Phou Khao Khouay Nationalparks. Je nach Route, Wetter und Straßenverhältnissen solltest du ungefähr fünf bis sechs Stunden einplanen. |
| Straßenverhältnisse | Der Zustand der Straßen hängt stark von der gewählten Route und der Jahreszeit ab. Dich erwartet eine Mischung aus asphaltierten Straßen und raueren unbefestigten Abschnitten. Starker Regen kann Teile der Strecke schlammig, rutschig und deutlich langsamer machen. |
| Anreise und Gehzeit | Autos und Motorräder können bis zum Parkplatz unterhalb der wichtigsten Aussichtspunkte fahren. Von dort führen sichtbare Pfade über mehrere grasbewachsene Bergrücken und Gipfel. Eine feste Gehzeit gibt es nicht, da du selbst entscheiden kannst, wie weit du die Umgebung erkunden möchtest. |
| Eintritt | 20.000 LAK bei unserem letzten Besuch im Juni 2026 |
| Beste Reisezeit | Von Oktober bis Januar bietet Phou Hua Lon die beste Kombination aus grüner Landschaft, weniger Regen und besser befahrbaren Straßen. |
| Jahreszeiten im Überblick | |
| Mai bis September | Während der Regenzeit sind die Berge besonders grün. Häufige und starke Regenfälle können die Anreise und das Wandern jedoch deutlich erschweren. |
| Februar bis April | Das Wetter ist meist trockener, doch das Gras wird zunehmend braun. Während der Brandsaison kann Rauch außerdem die Sicht beeinträchtigen. |
Ein Besuch am Phou Hua Lon hat wenig mit einer anstrengenden, mehrstündigen Bergwanderung zu tun. Eine Straße führt direkt hinauf bis zum Parkplatz. Vom Zentrum von Anouvong, das auf Google Maps auch als Ban Mouang Cha eingezeichnet ist, erreichst du den wichtigsten Aussichtspunkt in nur fünf bis zehn Minuten. Sobald du aus dem Auto steigst, eröffnet sich ein beeindruckender 360-Grad Rundumblick über die umliegende Berglandschaft.
Der Eintritt kostet 20.000 LAK pro Person. Erfreulich ist, dass Einheimische und internationale Besucher denselben Preis bezahlen. Anders als beispielsweise in Thailand gibt es hier keine deutlich höheren Eintrittspreise für ausländische Touristen.
Der Parkplatz befindet sich direkt am ersten großen Bergrücken. Du stehst daher bereits wenige Augenblicke nach deiner Ankunft mitten in der Landschaft. Von hier ziehen sich sanfte grüne Hügel bis zum Horizont. Ihre runden Formen erinnern ein wenig an die Landschaft aus der Fernsehserie Teletubbies.
Eine festgelegte Wanderroute gibt es nicht. Du kannst den gut sichtbaren schmalen Pfaden über die Bergrücken folgen und selbst entscheiden, wie weit du gehen möchtest. Die meisten laotischen und thailändischen Tagesbesucher bleiben für Fotos in der Nähe des Parkplatzes. Wenn du nur zehn bis fünfzehn Minuten weitergehst, hast du die grünen Hügel häufig ganz für dich allein.
Die Tageszeit macht am Phou Hua Lon einen Unterschied. Wenn du gegen 6 Uhr morgens ankommst, hast du gute Chancen auf ein Wolkenmeer unterhalb der Bergrücken. Besonders eindrucksvoll wirkt die Landschaft, wenn die kahlen Gipfel langsam aus dem Nebel auftauchen.
Auch tagsüber lohnt sich ein Besuch, vor allem bei klarer Sicht. Das Licht ist um die Mittagszeit allerdings deutlich härter. Am späten Nachmittag sorgen das weichere Licht und die wärmeren Farben für eine besonders schöne Stimmung auf den Grashängen.
Auf dem Berg gibt es praktisch keinen Schatten. Durch die Höhenlage kann es außerdem schnell windig und kühl werden. Nimm deshalb ausreichend Sonnenschutz und eine leichte Jacke mit.
Direkt am Phou Hua Lon gibt es einige einfache Bungalows für rund 350.000 LAK pro Nacht. Die Anzahl ist begrenzt, und eine Online-Buchung ist derzeit nicht möglich. Du musst direkt zum Berg fahren und vor Ort nach einem freien Bungalow fragen, so wie es bei kleineren Unterkünften in Laos noch immer ganz normal ist. Parkplätze befinden sich unmittelbar neben den Bungalows.
Auch Camping ist auf dem Berg möglich, dafür brauchst du aber deine eigene Ausrüstung. Die Gebühr dafür solltest du bei deiner Ankunft erfragen, sie fällt aber normalerweise recht niedrig aus.
Eine Übernachtung lohnt sich besonders, wenn du den Sonnenuntergang, den Sonnenaufgang oder den Nebel am frühen Morgen erleben möchtest. Gleichzeitig genießt du die kühle, ruhige Atmosphäre auf dem Berg, sobald die meisten Tagesbesucher wieder abgefahren sind.
Falls alle Bungalows belegt sind, liegt Anouvong, auf Google Maps auch als Ban Mouang Cha genannt, nur etwa fünf bis zehn Autominuten entfernt. Bist du mit dem Motorrad in Laos unterwegs, fahr auf dieser Strecke besonders vorsichtig: Die Straßenverhältnisse sind nicht überall gut, und Xaysomboun ist eine ausgesprochen bergige Provinz.
Die beste Reisezeit für Phou Hua Lon liegt zwischen Ende Oktober und Januar. In diesen Monaten sind die Hügel meistens noch grün, es regnet deutlich weniger und die Zufahrtsstraßen lassen sich einfacher befahren. Am frühen Morgen hast du die besten Chancen auf Nebel und Wolken zwischen den Gipfeln. An klaren Nachmittagen reicht der Blick dagegen besonders weit über die umliegende Berglandschaft.
Von Mai bis September zeigt sich Phou Hua Lon während der Regenzeit von seiner grünsten Seite. Starke Regenfälle können die Anreise jedoch erheblich erschweren. Zwischen Februar und April ist es normalerweise trockener, dafür wird das Gras zunehmend braun. Während der Brandsaison kann Rauch außerdem die Sicht beeinträchtigen.
Unser ausführlicher Guide über die beste Reisezeit für Laos erklärt das Wetter und die verschiedenen Jahreszeiten Monat für Monat.
In der Provinz Xaysomboun gibt es keinen Flughafen, keinen Bahnhof und nur wenige öffentliche Verkehrsmittel. Genau deshalb schaffen es bisher nur wenige westliche Reisende in diese abgelegene Region von Laos. Die Straßenverhältnisse unterscheiden sich stark nach Route und Jahreszeit. Am praktischsten ist deshalb die Anreise mit einem eigenen Fahrzeug oder einem privaten Fahrer, auch wenn diese Möglichkeit deutlich teurer ist.
Die Wahl der richtigen Strecke ist mindestens genauso wichtig wie das passende Fahrzeug. Nach unseren Erfahrungen im Juni 2026 führt die beste Route von Vientiane oder Paksan über Thabok und durch den Nationalpark Phou Khao Khouay. Für die Fahrt solltest du etwa fünf bis sechs Stunden einplanen.
Die südliche Strecke durch Borikham und Thathom befand sich während unserer Reise in einem wesentlich schlechteren Zustand. Diese Route solltest du nur mit einem geeigneten Allradfahrzeug versuchen.
Ein Mietwagen in Vientiane ist die praktischste Möglichkeit, Xaysomboun auf eigene Faust zu erkunden. Wir waren mit unserem eigenen Pickup unterwegs und die damit verbundene Freiheit machte einen großen Unterschied. Öffentliche Verkehrsmittel sind vorhanden, aber nur eingeschränkt verfügbar und mehrere sehenswerte Orte liegen außerhalb von Anouvong.
Bei Trip.com kannst du Mietwagen in Vientiane vergleichen. Dazu gehören auch Fahrzeuge, die direkt am internationalen Flughafen Wattay übernommen werden können.
Bei gutem Wetter ist die empfohlene Route über Thabok normalerweise mit einem gewöhnlichen Auto befahrbar. Ein SUV oder ein Fahrzeug mit mehr Bodenfreiheit bietet dennoch zusätzliche Sicherheit, besonders während der Regenzeit. Kläre vor der Buchung, ob der Vermieter Fahrten nach Xaysomboun erlaubt. Informiere dich außerdem über die Regeln für unbefestigte Straßen, den Versicherungsschutz und mögliche Kilometerbegrenzungen.
Von Vientiane aus beträgt die Entfernung ungefähr 220 Kilometer. Je nach Wetter, Straßenverhältnissen und Pausen dauert die Fahrt etwa fünf bis sechs Stunden, manchmal auch länger. Fahre zunächst auf der Route 10 in Richtung Osten bis Thabok. Dort biegst du nach Norden auf die Straße ab, die durch den Nationalpark Phou Khao Khouay und anschließend durch die Berge bis in den Bezirk Anouvong in der Provinz Xaysomboun führt.
Die Straßennummern in Laos werden in Navigationsprogrammen nicht immer einheitlich angezeigt. Orientiere dich deshalb besser an Thabok als Zwischenziel, anstatt dich ausschließlich auf die Bezeichnung „Route 10“ zu verlassen.
Im Juni 2026 waren einige Straßenabschnitte im Nationalpark aufgrund laufender Bauarbeiten noch nicht asphaltiert. Die unfertigen Bereiche waren jedoch planiert und ließen sich deutlich angenehmer befahren als die rauen Straßen, die wir weiter südlich erlebt hatten.
Nach starkem Regen können sich die Bedingungen schnell verschlechtern. Plane deshalb ausreichend Zeit ein und vermeide es, diese Strecke nach Einbruch der Dunkelheit zu fahren. Lade dir vor der Abfahrt in Vientiane Karten für die Nutzung ohne Internet herunter, da du dich in den Bergen nicht überall auf Mobilfunkempfang verlassen kannst.
Für die meisten Selbstfahrer aus Vientiane ist dies aktuell die Route, die wir empfehlen würden. Sie wird außerdem zuverlässig von Google Maps angezeigt.
Reisende aus dem Süden von Laos erreichen Paksan normalerweise über die Route 13, nachdem sie Savannakhet und Thakhek passiert haben. Von dort empfiehlt Google Maps häufig die direkte Fahrt ins Landesinnere über Borikham und Thathom. Von dieser Route würden wir jedoch dringend abraten!
Wir sind während derselben Reise beide Strecken gefahren. Auf dem Hinweg kamen wir über Thathom nach Xaysomboun, während wir die Provinz später über Thabok in Richtung Vientiane wieder verlassen haben. Dadurch können wir die beiden Strecken direkt miteinander vergleichen.
Die Strecke über Thathom befand sich in einem äußerst schlechten Zustand. Lange Abschnitte waren stark beschädigt und von tiefen Fahrrinnen, losem Gestein und rauem Untergrund geprägt. Zusätzlich zeigte Google Maps die richtige Route nicht zuverlässig an. Wir mussten unterwegs mehrmals anhalten und Einheimische nach dem Weg fragen.
Für diese Strecke ist praktisch ein Pickup oder Geländewagen mit Allradantrieb erforderlich. Mit einem gewöhnlichen Pkw würden wir sie nicht empfehlen, besonders während der Regenzeit.
Auch von Paksan aus ist der kleine Umweg nach Westen über Thabok die bessere Wahl. Von dort fährst du durch den Nationalpark Phou Khao Khouay in die Provinz Xaysomboun. Die Strecke ist etwas länger, ließ sich während unserer Reise jedoch wesentlich besser befahren. Im Gegensatz zur Route über Thathom funktionierte dort auch die Navigation mit Google Maps zuverlässig. Trotzdem nicht vergessen Google Maps offline herunterzuladen, falls die Internetverbindung einmal schlecht ist.
Wenn du kein eigenes Fahrzeug hast, verkehren lokale Busse und geteilte Minivans zwischen Paksan und Anouvong. Verlässliche Fahrpläne sind im Internet allerdings nur schwer zu finden. Frage am besten direkt am Busbahnhof nach und bestätige die Abfahrtszeit, bevor du deinen weiteren Tagesablauf planst.
Xaysomboun lässt sich auch von Phonsavan in der Provinz Xieng Khouang erreichen. Dadurch kannst du den Besuch von Phou Hua Lon gut mit einem Abstecher zur Ebene der Steinkrüge verbinden.
Ein Reisender berichtete auf Reddit im November 2025 von einem direkten Bus zwischen dem südlichen Busbahnhof von Phonsavan und dem Busbahnhof von Xaysomboun. Der Bus fährt um 8 Uhr morgens ab, kostet ca. 160.000 LAK und benötigt ungefähr sechs Stunden. Die Fahrt wird als relativ komfortabel und landschaftlich besonders schön beschrieben.
Andere Reisende mit Erfahrung auf dieser Strecke berichteten allerdings, dass nur wenige öffentliche Verkehrsmittel die gesamte Route bedienen. Wir würden deshalb nicht davon ausgehen, dass der Bus garantiert jeden Tag fährt. Frage am besten bereits einen Tag vorher direkt am Busbahnhof nach der aktuellen Abfahrtszeit und reserviere einen Sitzplatz, falls die Verbindung angeboten wird.
Wenn du selbst fährst, musst du etwa 25 Kilometer südlich von Muang Khoun mit einem schmaleren und deutlich raueren Straßenabschnitt rechnen. Ein Fahrer, der regelmäßig zwischen Phonsavan und Anouvong unterwegs ist, beschrieb diesen Teil der Strecke als felsig. Fahre entsprechend langsam und vermeide die Fahrt nach Einbruch der Dunkelheit.
Auf Google Maps sieht die Strecke von Vang Vieng über Tha Heua und den Nam Ngum 2 Stausee wie eine praktische Abkürzung in die Provinz Xaysomboun aus. Google Maps schlägt diese Verbindung tatsächlich häufig vor.
In der Praxis musst du dein Fahrzeug jedoch auf eine lokale Fähre verladen, um den Stausee zu überqueren. Bereits die Straße hinunter zum Anleger befindet sich in einem schlechten Zustand. Dadurch wird schon die Suche nach der Fähre zu einem kleinen Abenteuer, bevor die eigentliche Überfahrt überhaupt begonnen hat.
Sowohl Autos als auch Motorräder können den Stausee auf diesem Weg überqueren. Als verlässliche Abkürzung solltest du die Verbindung jedoch nicht betrachten. Es gibt keine festen Abfahrtszeiten, der richtige Anleger ist schwer zu finden und das Warten auf ausreichend Passagiere oder Fahrzeuge kann deine Reise um mehrere Stunden verlängern.
Der laotische YouTuber NatNomad hat genau diese Überfahrt während einer Motorradreise zwischen Xaysomboun und Vang Vieng dokumentiert. Sein Video ist der ausführlichste Erfahrungsbericht zu dieser Route, den wir finden konnten. Darin sind zwei verschiedene Anleger zu sehen, ohne eindeutige Beschilderung, die Reisenden den richtigen Weg weist.
Die größere Fähre transportiert Autos, Lastwagen und Passagiere. Nach den Informationen, die NatNomad während seiner Reise erhielt, wartet sie so lange, bis genügend Fahrzeuge und Fahrgäste zusammenkommen, um die Betriebskosten zu decken. An seinem Reisetag verzögerte sich die Abfahrt dadurch bis etwa 16 oder 17 Uhr.
Ein kleineres Boot nimmt ausschließlich Motorräder mit und sollte an diesem Tag bereits gegen 12.30 Uhr ablegen. NatNomad verfuhr sich zweimal bei der Suche nach dem richtigen Anleger. Das zeigt, wie schwierig die Orientierung ohne die Hilfe von Einheimischen sein kann.
Diese Uhrzeiten stammen von einer einzelnen dokumentierten Reise und stellen keinen festen Fahrplan dar. Betrachte sie deshalb nur als grobe Orientierung und nicht als verlässliche Grundlage für deine Tagesplanung. Definitiv aber ein richtiges Abenteuer, wenn du dich für diese Strecke entscheidest.
In NatNomads Video dauert die Überfahrt ungefähr drei Stunden und kostet 300.000 LAK für eine Person mit Motorrad. Darin enthalten ist eine Verzögerung von rund 30 Minuten, nachdem mitten auf dem Stausee das Steuerseil des Bootes gerissen ist. Eine solche Panne gehört natürlich nicht zum normalen Ablauf. Sie zeigt aber, warum du für diese Route keinen engen Zeitplan einplanen solltest.
Preis, Abfahrtszeit und Dauer hängen von der Jahreszeit, dem Wasserstand und der aktuellen Nachfrage ab. Erkundige dich deshalb direkt vor Ort nach den Bedingungen. Wenn du mit einem Auto unterwegs bist, musst du aufgrund des deutlich größeren Platzbedarfs mit einem höheren Preis rechnen.
Für abenteuerlustige Motorradfahrer kann die Überfahrt ein unvergessliches und ungewöhnliches Reiseerlebnis sein. Wenn du mit dem Auto möglichst schnell zum kahlen Berg Phou Hua Lon gelangen möchtest, würden wir diese Route auslassen. Ein Auto benötigt wesentlich mehr Platz auf der Fähre und eine ungewisse Abfahrtszeit kann aus der vermeintlichen Abkürzung schnell einen halben Tag Wartezeit machen. Nutze stattdessen die bereits beschriebene Strecke über Thabok und den Nationalpark Phou Khao Khouay.
Das Video von NatNomad vermittelt einen sehr guten Eindruck von der Straße, den schlecht ausgeschilderten Anlegern, dem Verladen des Motorrads und der mehrstündigen Überfahrt. Der Abschnitt zur Fähre beginnt ungefähr bei Minute 12.08.
👉 NatNomads Fahrt mit der Fähre über den Nam Ngum 2 Stausee auf YouTube ansehen
Bis Anouvong ja, direkt bis direkt zum Berg Phou Hua Lon normalerweise nicht. Lokale Busse und Minivans fahren in die Provinzhauptstadt, die auf Google Maps als Ban Mouang Cha eingetragen ist und auch Muang Anouvong genannt wird. Am Parkplatz von Phou Hua Lon halten diese Verbindungen jedoch nicht.
Feste und verlässliche Fahrpläne sind für diese Strecke kaum zu finden. Erkundige dich deshalb direkt am Busbahnhof nach der nächsten Abfahrt und plane genügend Zeit ein. In Laos können sich Abfahrtszeiten kurzfristig ändern und manchmal fährt ein Minivan erst los, wenn genügend Fahrgäste zusammengekommen sind. Mit etwas Geduld und einem flexiblen Reiseplan funktioniert die Anreise trotzdem.
In Anouvong musst du dich noch um die kurze Weiterfahrt zum Berg kümmern. Frage am besten in deiner Unterkunft nach einem Fahrer oder einem Transfer. Je nach Angebot kannst du dir auch für einen Tag ein Motorrad mieten. Der Ausgangspunkt von Phou Hua Lon liegt nur wenige Minuten außerhalb des Stadtzentrums und ist deshalb schnell erreicht.
Welche Strecke für dich am besten geeignet ist, hängt von deinem Ausgangspunkt, deinem Fahrzeug und der Jahreszeit ab. In der folgenden Tabelle findest du alle beschriebenen Routen im direkten Vergleich sowie unsere ehrliche Einschätzung auf Grundlage der eigenen Anreise.
| Ausgangspunkt | Route oder Verkehrsmittel | Straßenverhältnisse | Empfohlenes Fahrzeug | Unsere Einschätzung |
|---|---|---|---|---|
| Vientiane / Paksan | Über Thabok und den Nationalpark Phou Khao Khouay | Teilweise unbefestigt, aber planiert und während unseres Besuchs im Juni 2026 insgesamt gut befahrbar | Auto, SUV oder geeignetes Motorrad, abhängig von der Jahreszeit | Insgesamt die beste Route |
| Paksan | Durch das Landesinnere über Borikham und Thathom | Während unseres Besuchs im Juni 2026 in schlechtem Zustand und schwierig zu befahren, besonders nach Regen | Allradfahrzeug | Nicht empfehlenswert |
| Phonsavan mit dem Bus | Gemeldete Direktverbindung vom südlichen Busbahnhof in Phonsavan zum Busbahnhof von Xaysomboun | Etwa sechs Stunden und 160.000 LAK laut einem Reisebericht vom November 2025 | Öffentlicher Bus | Aktuelle Abfahrt vor Ort bestätigen |
| Vang Vieng | Über Tha Heua und mit der Fähre über den Nam Ngum 2 Stausee | Nicht planbare Abfahrtszeiten, kaum Beschilderung und eine mehrstündige Überfahrt | Motorrad oder ein für schlechte Straßen geeignetes Fahrzeug | Nur für abenteuerlustige Reisende |
Die Provinz Xaysomboun, die auch Xaisomboun und in deutschen Quellen häufig Saysomboun geschrieben wird, ist die jüngste und eine der am wenigsten besuchten Provinzen von Laos. Sie wurde am 13. Dezember 2013 offiziell als 18. Provinz des Landes gegründet und umfasst eine Fläche von etwa 8.300 Quadratkilometern.
Xaysomboun besteht aus den fünf Bezirken Anouvong, Long Cheng, Tha Thom, Long San und Hom. Die Provinzhauptstadt ist Anouvong. Die meisten Reisenden kommen auf dem Weg nach Phou Hua Lon durch die kleine Stadt.
Laut der offiziellen Tourismusseite von Laos lebten im Jahr 2025 etwas mehr als 95.000 Menschen in der Provinz. Die Hmong bilden die größte ethnische Bevölkerungsgruppe. Außerhalb der wenigen Städte bestimmen steile Täler, hohe Berge, abgelegene Dörfer und große Waldgebiete die Landschaft. Durch das kühlere Klima und die raue Geografie unterscheidet sich Xaysomboun deutlich vom Tiefland rund um Vientiane und den Mekong.
Die touristische Infrastruktur ist weiterhin begrenzt. Genau das macht eine Reise durch Xaysomboun aber so faszinierend. Straßen werden nach und nach verbessert und immer mehr laotische Reiseblogger zeigen Orte, die außerhalb des Landes noch nahezu unbekannt sind.
Phou Hua Lon ist dafür das beste Beispiel. Bei laotischen und thailändischen Besuchern ist der kahle Berg bereits sehr beliebt, während ihn bisher nur wenige westliche Reisende kennen.
Xaysomboun spielte auch in einem der kompliziertesten Kapitel der jüngeren Geschichte von Laos eine zentrale Rolle. Während des laotischen Bürgerkriegs, der häufig als Secret War bzw. der geheime Krieg bezeichnet wird, entwickelte sich Long Tieng zum wichtigsten Stützpunkt des Hmong Generals Vang Pao und der von den USA unterstützten Hmong Streitkräfte. Anders als oft behauptet, handelte es sich dabei jedoch nicht um einen gewöhnlichen Stützpunkt der US Army. Long Tieng war vielmehr ein geheimer, von der CIA unterstützter Flugplatz und ein militärisches Operationszentrum, versteckt in den Bergen und auf den meisten damaligen Landkarten nicht eingezeichnet.
Die CIA bildete lokale Kämpfer aus, versorgte sie mit Waffen und unterstützte ihre Einsätze gegen nordvietnamesische Truppen und die Pathet Lao. Viele dieser Soldaten gehörten der Volksgruppe der Hmong an. Laut einer freigegebenen CIA Dokumentation über die Luftoperationen in Laos befand sich das Hauptquartier der Hmong Armee im Tal von Long Tieng. Bis Ende 1963 waren bereits rund 20.000 Hmong Kämpfer bewaffnet worden. Flugzeuge von Air America nutzten den abgelegenen Flugplatz während des gesamten Konflikts, um Soldaten, Nachschub und Flüchtlinge in die Region und wieder hinaus zu transportieren.
Auf dem Höhepunkt des Krieges lebten in Long Tieng mehrere Zehntausend Menschen, obwohl der Ort offiziell kaum existierte. Der Flugplatz trug damals den Namen Lima Site 20A und entwickelte sich trotz seiner Geheimhaltung zu einem der meistgenutzten Flugplätze der Region. Heute ist der Ort vor allem als Long Cheng bekannt und zählt zu den historisch bedeutendsten Plätzen der Provinz Xaysomboun.
In der Provinz Xaysomboun liegt auch der Phou Bia, manchmal Phu Bia geschrieben. Mit einer Höhe von etwa 2.820 Metern ist er der höchste Berg von Laos. Er erhebt sich zwischen steilen Tälern, abgelegenen Wäldern und schwer zugänglichem Bergland. Tourism Laos verweist außerdem auf die große Artenvielfalt der Region und erwähnt unter anderem seltene Fokienia Bäume in den umliegenden Tälern.
Für Reisende war der Phou Bia lange Zeit nur sehr schwer erreichbar. Das soll sich schrittweise ändern. Im Jahr 2023 kündigte ein lokaler Projektentwickler Pläne für eine Zufahrtsstraße und eine Ferienanlage an, um den Berg für laotische und internationale Besucher zugänglich zu machen. Ob alle Teile des Projekts bereits umgesetzt wurden, konnten wir jedoch nicht zuverlässig bestätigen. Eine Straße führt inzwischen zumindest einen Teil des Weges hinauf.
Ein Besuch ist daher keine gewöhnliche Wanderung, die du spontan und auf eigene Faust unternehmen kannst. Verlässliche Informationen zu Öffnungszeiten, Straßenzustand und Buchungsmöglichkeiten sind online weiterhin schwer zu finden. Informiere dich deshalb vorab bei den Behörden der Provinz Xaysomboun oder beim zuständigen Betreiber. Dort kannst du auch die erforderliche Genehmigung für einen Besuch beantragen.
Nicht nur die Höhe macht den Phou Bia schwer zugänglich. Xaysomboun war stark von den Kämpfen während des Secret War betroffen. Deshalb stellen nicht explodierte Kampfmittel, international als UXO bezeichnet, in Teilen der Provinz bis heute ein Risiko dar. Selbst das Bergbauunternehmen Phu Bia Mining weist darauf hin, dass die Abgeschiedenheit und mögliche UXO Belastung seiner Erkundungsgebiete Arbeiten im Gelände gefährlich machen können. Das bedeutet nicht, dass jede Straße rund um den Phou Bia betroffen ist. Bleibe trotzdem auf freigegebenen Straßen und Wegen, betrete keine unmarkierten Waldgebiete und berühre niemals unbekannte Metallgegenstände.
Auch politisch galt die Region nach dem Krieg lange als sensibel. Berichten zufolge blieben kleinere regierungsfeindliche Gruppen in einigen abgelegenen Berggebieten aktiv. Das ist einer der Gründe, warum Xaysomboun weiterhin in ausländischen Reisehinweisen auftaucht und gelegentlich Militär oder Straßenkontrollen zu sehen sind. Der jüngste dokumentierte Zwischenfall ereignete sich am 9. März 2021 im Bezirk Thathom. Radio Free Asia berichtete von einem Zusammenstoß zwischen Regierungstruppen und einer unbekannten bewaffneten Gruppe. Das betroffene Gebiet wurde anschließend vorübergehend geschlossen. Open Development Mekong bringt einen Teil dieser Spannungen mit Konflikten um Land und Entwicklungsprojekte in Verbindung. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Berichte allerdings nur schwer.
Diese Informationen sollte man jedoch richtig einordnen: Xaysomboun ist eine große und gebirgige Provinz. Ein einzelner Vorfall in einem abgelegenen Teil des Bezirks Thathom sagt wenig darüber aus, was dich in Anouvong oder am Phou Hua Lon erwartet. Wir sind im Juni 2026 selbst durch die Provinz gefahren, haben in Anouvong übernachtet und Phou Hua Lon besucht. Während der gesamten Reise war es ruhig und vollkommen entspannt. Wir hatten weder Probleme an Kontrollstellen noch erlebten wir Spannungen oder Situationen, in denen wir uns als ausländische Reisende unsicher fühlten.
Bei einem gewöhnlichen Besuch in Anouvong und am Phou Hua Lon wirkt die Lage vor Ort deutlich entspannter, als manche internationalen Reisehinweise vermuten lassen. Die teilweise sehr drastischen Warnungen aus Ländern wie den USA oder Großbritannien decken sich jedenfalls nicht mit unseren eigenen Erfahrungen in Xaysomboun. Daher würden wir das als völlig unbedenklich einstufen.
Grundsätzlich ist ein Besuch des höchsten Berges von Laos möglich. Du kannst jedoch nicht einfach auf eigene Faust hinauffahren und loswandern. Eine Straße führt bereits einen Teil des Weges auf den Berg, für den Zugang benötigst du aber eine Genehmigung der Behörden in Anouvong. Besucher werden häufig von einem lokalen Mitarbeiter oder einem Guide begleitet. Falls du weder Laotisch noch Thai sprichst, fragst du am besten in deiner Unterkunft nach Hilfe bei der Beantragung.
Aktuell, im September 2026, ist der Zugang zum Phou Bia vorübergehend gesperrt. Starke Regenfälle haben Teile der Strecke beschädigt und den Weg zu rutschig gemacht. Einschränkungen sind während der Regenzeit generell möglich. Nach der Wiedereröffnung bieten voraussichtlich die Monate November bis Februar die besten Bedingungen für einen Besuch. In unserem Guide zur besten Reisezeit für Laos findest du weitere Informationen zu den Jahreszeiten, dem Wetter und den Straßenverhältnissen.
Phou Hua Lon ist wahrscheinlich der Hauptgrund für eine Reise nach Xaysomboun, aber längst nicht der einzige. Für uns ist Xaysomboun bisher die schönste Provinz, die wir in Laos besucht haben. Die Landschaft ist bergig, unglaublich ruhig und so weitläufig, dass bereits jede Fahrt zu einem Teil des Reiseerlebnisses wird. Selbst auf den größeren Straßen begegnet man oft nur wenigen anderen Fahrzeugen.
Die Hmong bilden die größte Bevölkerungsgruppe in Xaysomboun, und viele der abgelegenen Bergdörfer sind Hmong Gemeinden. Sie sprechen ihre eigene Sprache und bewahren bis heute ihre Traditionen, Trachten und Feste. Das wird bereits bei einer Fahrt durch die Provinz deutlich.
Wang Nam Kiew/Kiaw, manchmal auch Wang Nam Khiaw geschrieben, ist ein wunderschöner Ort für eine Mittagspause in der Nähe von Anouvong. Das Restaurant liegt direkt an einem Fluss, über dem kleine Bambushütten errichtet wurden. Zur richtigen Jahreszeit ist das Wasser außergewöhnlich klar, während die grüne Berglandschaft für eine herrlich ruhige Atmosphäre sorgt. Der perfekte Ort für ein entspanntes Mittagessen nach einem Vormittag am Phou Hua Lon.
Eine der schönsten Aussichten auf Anouvong erwartet dich am Neng Ye Lor Aussichtspunkt. Dein Fahrzeug kannst du bei einem Haus in der Nähe des Weges abstellen. Der Aufstieg dauert etwa 15 bis 20 Minuten. An einigen Stellen ist der Weg recht steil, und kurz vor dem Aussichtspunkt führen einfache Holzleitern nach oben. Mit festen Schuhen lässt sich die Strecke aber problemlos bewältigen.
Bei unserem Besuch im Juni 2026 kostete das Parken 5.000 LAK und der Eintritt 10.000 LAK pro Person. Oben öffnet sich ein weiter Blick über Anouvong und die umliegenden Berge. Wir hatten den Aussichtspunkt während unseres Besuchs ganz für uns allein. Unterwegs begrüßten uns freundliche Einheimische und neugierige Kinder, was den Ausflug noch schöner und authentischer machte.
Die Chao Anouvong Höhle liegt etwa vier Kilometer außerhalb von Anouvong an der Straße nach Wang Nam Kiew. Vor der Höhle befinden sich ein großer Parkplatz, Statuen verschiedener Volksgruppen von Laos und ein Denkmal für König Anouvong.
König Anouvong war der letzte Herrscher des Königreichs Vientiane. Zwischen 1826 und 1828 führte er einen Aufstand gegen die siamesische Herrschaft an. Laut der lokalen Überlieferung von Tourism Laos versteckte er sich während seiner Flucht vor der siamesischen Armee in dieser Höhle.
Auf Google Maps findest du unweit von Anouvong einen Eintrag namens Phou Bia Viewpoint No. 1. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen gewöhnlichen Aussichtspunkt, den du spontan besuchen kannst. Der Zugang zum Gebiet rund um den Phou Bia wird kontrolliert. In der Regel benötigst du eine Genehmigung der Behörden in Anouvong und wirst möglicherweise von einem Guide begleitet.
Aktuell ist der Phou Bia außerdem gesperrt, nachdem starke Regenfälle im August 2026 die Zufahrtsstraße beschädigt haben. Erkundige dich daher unbedingt in Anouvong nach der aktuellen Situation, bevor du dich auf den Weg machst.
Die Provinzhauptstadt Anouvong wird auf Google Maps als Ban Mouang Cha angezeigt. Bei unserer letzten Recherche im September 2026 fanden wir nur ein etwas teureres Hotel, das sich online buchen ließ: das Resort by Allpoints auf Agoda. Bei allen anderen Unterkünften handelt es sich überwiegend um einfache, privat geführte Gästehäuser ohne Onlinebuchung.
Mach es deshalb einfach auf die klassische laotische Art: Suche dir auf Google Maps ein passendes Gästehaus aus, fahr hin und lass dir ein Zimmer zeigen. Die Preise liegen ungefähr zwischen 250.000 und 550.000 LAK pro Nacht. Wir hatten bei unserer Ankunft keine Schwierigkeiten, spontan ein freies Zimmer zu finden.
Wir übernachteten im Phousy 2 Guesthouse Xaysomboun Province, einer einfachen, aber sauberen Unterkunft mit freundlichen Besitzern. Unser Zimmer mit Klimaanlage kostete im Juni 2026 rund 300.000 LAK pro Nacht. Die Lage ist sehr zentral, und direkt gegenüber befinden sich ein gutes Restaurant und ein Café.
💵 Bargeld: In Anouvong gibt es mehrere Geldautomaten, unter anderem von der BCEL Bank. Laotische Kip kannst du daher problemlos vor Ort abheben. Wise funktioniert unserer Erfahrung nach besonders zuverlässig für Bargeldabhebungen in Laos. Sobald du Anouvong verlässt, werden Geldautomaten jedoch schnell selten. Nimm deshalb ausreichend Bargeld mit. Unser Guide über Geld in Laos erklärt Gebühren, Wechselkurse und Zahlungsmöglichkeiten ausführlicher.
⛽ Tankstellen: In Anouvong gibt es mehrere Tankstellen. Du kannst dein Fahrzeug also problemlos auftanken, bevor du zum Phou Hua Lon oder weiter durch die Provinz fährst. Bezahlt wird normalerweise mit Bargeld oder über Lao QR. Außerhalb der größeren Orte solltest du dich allerdings nicht ausschließlich auf mobile Zahlungen verlassen. Wie das Bezahlen mit Lao QR funktioniert, erklären wir in unserem Laos Expat Guide.
📱 Mobilfunkempfang: Unitel und Lao Telecom funktionierten während unserer Reise beide gut. Wir hatten SIM Karten von beiden Anbietern dabei und rund um Anouvong sowie am Phou Hua Lon einen stabilen Empfang. Auf abgelegenen Bergstraßen kann das Signal jedoch vollständig verschwinden. In unserem Guide zu SIM Karten in Laos erfährst du, wo du eine SIM oder eSIM bekommst und welcher Anbieter sich am besten eignet.
🛒 Minimarkt: Bevor du auf den Phou Hua Lon hinauffährst, kaufst du dein Eintrittsticket in einem kleinen lokalen Minimarkt. Dort bekommst du auch Wasser, Beerlao, Softdrinks und einfache Snacks. Decke dich hier mit allem ein, was du auf dem Berg benötigst.
🗑️ Müll: Bitte hinterlasse keinen Abfall auf den Hügeln. Im Hauptbereich stehen einige Mülleimer bereit, noch besser ist es jedoch, den eigenen Müll wieder mit nach Anouvong zu nehmen. Der ältere laotische Besitzer des Geländes bemüht sich sehr darum, Phou Hua Lon sauber zu halten. Respektiere sein Land, unterstütze den kleinen Laden und achte darauf, dass keine Flaschen, Dosen oder Plastikverpackungen auf den Bergrücken zurückbleiben.
Plane mindestens zwei Nächte in der Provinz Xaysomboun ein. So hast du genügend Zeit für Phou Hua Lon und kannst zusätzlich einige weitere Sehenswürdigkeiten rund um Anouvong besuchen, ohne dich beeilen zu müssen. Wir würden die Reise folgendermaßen aufteilen.
Tag 1: Ankunft in Anouvong
Nachdem du dein Gästehaus bezogen hast, kannst du am späten Nachmittag zum Neng Ye Lor Viewpoint hinaufsteigen. Der Aufstieg dauert nur etwa 15 bis 20 Minuten, ist stellenweise aber recht steil. Die Aussicht über Anouvong und die umliegenden Berge vermittelt einen ersten Eindruck davon, wie schön diese Region ist.
Tag 2: Phou Hua Lon und die Sehenswürdigkeiten rund um Anouvong
Fahre am frühen Morgen zum Phou Hua Lon hinauf. Zu dieser Tageszeit hast du die besten Chancen auf Nebel und tief liegende Wolken zwischen den Berggipfeln. Nachdem du die grasbewachsenen Bergrücken erkundet hast, geht es zurück nach Anouvong und weiter zur Chao Anouvong Höhle. Anschließend kannst du den Tag bei einem entspannten Mittagessen in einer der Bambushütten am Fluss bei Wang Nam Kiew ausklingen lassen.
Tag 3: Weiterreise oder Abstecher nach Long Tieng
Nach zwei Nächten kannst du deine Reise in Richtung Vientiane, Paksan oder Phonsavan fortsetzen. Falls du einen zusätzlichen Tag zur Verfügung hast, bietet sich ein Besuch in Long Tieng, auch Long Cheng genannt, an. Der abgelegene Ort bildete einst das Zentrum der von der CIA unterstützten Operationen während des Secret War. Die alte Landebahn sowie das frühere Wohnhaus und Hauptquartier von General Vang Pao sind noch heute erhalten.
Long Tieng liegt mehrere Stunden von Anouvong entfernt, und die teilweise schlechten Straßen können die Fahrt zusätzlich verlängern. Wir haben den Ort auf dieser Reise ausgelassen und können daher keinen eigenen Erfahrungsbericht zur Strecke geben. Wenn du Long Tieng besuchen möchtest, solltest du dafür einen vollständigen zusätzlichen Tag und eine weitere Übernachtung einplanen. Für einen kurzen Abstecher ist die Entfernung zu groß.
Ganz klar: ja. Phou Hua Lon gehört zu den schönsten Berglandschaften, die wir bisher in Laos besucht haben, und bietet eine der besten Aussichten des Landes. Auch Xaysomboun selbst ist für uns die schönste Provinz von Laos. Die sanften Grasberge sehen vollkommen anders aus als die bewaldeten Gebirge und Kalksteinformationen in anderen Teilen des Landes. Gleichzeitig ist Phou Hua Lon überraschend einfach erreichbar, sobald du in Anouvong angekommen bist.
Die Anreise nach Xaysomboun braucht Zeit, doch genau das macht den besonderen Reiz der Provinz aus. Hier gibt es keine Reisebusse, keine internationalen Hotelketten und keine überfüllten Aussichtspunkte. Stattdessen erwarten dich ruhige Straßen, spektakuläre Landschaften und genau die Seite von Laos, die wir auf unserer eigenen Reise entdecken wollten.
Plane mindestens zwei Nächte in Anouvong ein, besuche Phou Hua Lon am frühen Morgen und nimm dir auch Zeit für die weiteren Aussichtspunkte, Flüsse und historischen Orte der Provinz. Wenn du abgelegene Reiseziele liebst und gerne abseits der üblichen Routen unterwegs bist, lohnt sich die Reise nach Xaysomboun unbedingt.
Phou Hua Lon liegt direkt außerhalb von Anouvong in der Provinz Xaysomboun im Zentrum von Laos. Vom Stadtzentrum erreichst du den Berg mit dem Auto oder Motorrad in etwa fünf bis zehn Minuten.
Die Entfernung von Vientiane beträgt ungefähr 220 Kilometer. Über die empfohlene Route durch Thabok und den Nationalpark Phou Khao Khouay dauert die Fahrt je nach Wetter und Straßenzustand normalerweise fünf bis sechs Stunden.
Für die empfohlene Route über Thabok und den Nationalpark Phou Khao Khouay benötigst du bei trockenem Wetter normalerweise keinen Geländewagen. Die deutlich schwierigere Strecke durch Borikham und Thathom solltest du dagegen nur mit einem geeigneten Fahrzeug mit Allradantrieb befahren. Während der Regenzeit ist auf allen Strecken besondere Vorsicht notwendig.
Nein. Eine asphaltierte Straße führt fast bis zum Parkplatz am wichtigsten Aussichtspunkt. Von dort kannst du den gut sichtbaren Wegen über die grasbewachsenen Bergrücken folgen und selbst entscheiden, wie weit du gehen möchtest.
Die beste Reisezeit ist von Ende Oktober bis Januar. In diesen Monaten sind die Hügel häufig noch grün, während es deutlich weniger regnet. Von Mai bis September ist die Landschaft am grünsten, allerdings fällt dann auch der meiste Regen. Zwischen Februar und April ist es trockener, die Hügel werden jedoch zunehmend braun und Rauch kann die Sicht beeinträchtigen.
Ja. Direkt am Berg stehen einige einfache Bungalows für etwa 350.000 LAK pro Nacht zur Verfügung. Auch Zelten ist möglich. Die Unterkünfte lassen sich bisher nicht online buchen, deshalb musst du die Verfügbarkeit direkt vor Ort erfragen.
Busse und Sammeltaxis bringen dich bis nach Anouvong, fahren normalerweise aber nicht weiter zum Phou Hua Lon. Für die letzte Strecke benötigst du einen lokalen Fahrer, einen Transfer deiner Unterkunft oder ein Motorrad.