
Viele Reisende, die nach Laos kommen, träumen davon, das Land auf eigene Faust mit dem Roller oder Motorrad zu erkunden. Ob zu Wasserfällen, Aussichtspunkten oder abgelegenen Dörfern – die Freiheit auf zwei Rädern gehört für viele einfach dazu. Beliebte Routen wie der Thakhek Loop, der Bolaven Plateau Loop, der Nordost Loop oder sogar der wenig bekannte Xe Champhone Loop stehen auf der Bucketlist vieler Reisender in Laos.
Motorradfahren gehört in ganz Südostasien zum typischen Reiseerlebnis. Vom Mae Hong Son Loop in Thailand bis zum Ha Giang Loop in Vietnam. Auch in Laos ist das nicht anders und Motorrad fahren in Laos wird immer beliebter. Doch es gibt einige wichtige Dinge, die du wissen solltest, bevor du hier einen Roller mietest und losfährst. Regeln, Führerscheinpflicht, Mietbedingungen, Versicherungen, Polizeikontrollen und die Sicherheit auf den Straßen unterscheiden sich zum Teil deutlich von den Nachbarländern.
In diesem Guide erfährst du alles, was du über das Roller oder Motorrad mieten und fahren in Laos wissen musst: von Preisen, Verkehrsregeln und Sicherheitstipps über Straßenzustand und Routenempfehlungen bis hin zu Dingen, die du besser vermeiden solltest.
Im Großen und Ganzen ist das Mieten eines Rollers in Laos nicht viel anders als in den Nachbarländern. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die du wissen solltest. Das Wichtigste: Miete dein Motorrad immer bei einem Verleih mit gutem Ruf. Am besten schaust du dir einfach die Bewertungen auf Google Maps oder Tripadvisor an – genau so mache ich es auch immer. Wenn der Verleih überwiegend echte, positive Bewertungen hat (keine Fake-Reviews!), bist du in der Regel auf der sicheren Seite.
Die meisten Verleiher behalten deinen Reisepass als Sicherheit ein. Das ist in Laos völlig normal und nichts Ungewöhnliches. Bei ein paar Shops kannst du vielleicht eine Kaution in bar vereinbaren, aber in der Regel läuft es über den Pass. Wenn du eine Barkaution hinterlegen möchtest, rechne mit etwa 500 bis 1000 USD. Üblich ist aber der Reisepass und du musst dir keine Sorgen machen: Du bekommst ihn zurück, sobald du das Motorrad in gutem Zustand abgibst. Wichtig: Mach dir eine Kopie deines Reisepasses oder speichere ein Foto davon auf deinem Handy, damit du dich in Hotels problemlos einchecken kannst.
Motorradverleiher in Laos sind nicht besonders streng. Ich habe noch nie gehört, dass ein Verleih wirklich einen gültigen Führerschein verlangt, um ein Motorrad fahren zu dürfen. Aber das heißt nicht, dass das Fahren ohne Führerschein in Laos legal ist! Was den Verleih betrifft, reicht es in der Regel, deinen Reisepass vorzuzeigen und als Pfand dort zu lassen. Du sagst einfach, wie lange du das Motorrad mieten möchtest, und bezahlst den (vollen) Betrag.
Das Mieten eines Motorrads in Laos ist unkompliziert. Such dir einen seriösen Motorradverleih, geh einfach hin und sag, für wie viele Tage du das Motorrad mieten möchtest. Achte darauf, dass das Motorrad in gutem Zustand ist und mach unbedingt eine Probefahrt. Überprüfe dabei: Bremsen, Lichter, Reifen, Helm. Frag den Besitzer, ob das Öl regelmäßig gewechselt wurde und ob es Unfälle mit dem Motorrad gab. Nimm nur ein Motorrad, wenn du dich beim Fahren wirklich zu 100 % sicher fühlst.
In der Regel hast du in Laos die Wahl zwischen verschiedenen Motorradtypen und Rollern zur Miete. Für die Einheimischen ist das beliebteste Modell eindeutig die klassische Honda Wave. Dabei handelt es sich um ein halbautomatisches Moped, was bedeutet, es gibt keine Kupplung zum Schalten. Um den Gang zu wechseln, benutzt du einfach das Pedal auf der linken Seite des Motorrads und drückst es mit dem Fuß. Vom Gas gehen, Gang wechseln – das war’s auch schon.
Nach fast acht Jahren Leben in Südostasien würde ich persönlich immer ein halbautomatisches Bike einem vollautomatischen vorziehen. Warum? Ganz einfach: Du kannst selbst die Gänge wechseln, was besonders bergauf oder bergab praktisch ist weil du so auch die Motorbremse optimal nutzen kannst. Und da es ohnehin keine Kupplung gibt, ist das auch für Anfänger gut machbar. Wenn du dich trotzdem mit einem halbautomatischen Motorrad unwohl fühlst, nimm einen Automatik-Roller wie beispielsweise die Honda Click.
Hier ist eine Liste von Motorrädern & Roller, die du in Laos typischerweise mieten kannst:
Die Mietpreise für Motorroller und Motorräder in Laos sind in der Regel etwas höher als in Thailand oder Vietnam, aber für westliche Reisende immer noch sehr günstig. Die Preise hängen von verschiedenen Faktoren ab:
Für die klassische halbautomatische Honda Wave 100 CC kannst du in Laos mit etwa 130.000 bis 150.000 LAK (5–6 EUR) rechnen – das ist der normale Preis. Das gleiche Modell mit etwas größerem Motor (110 CC) startet bei etwa 150.000 LAK (6 EUR). Wenn du lieber ein Automatik-Motorrad wie die Honda Click 125 CC fahren möchtest, zahlst du rund 200.000 LAK (8+ EUR) oder etwas mehr. Ähnliche Preise gelten für Automatik-Scooter wie die Honda Scoopy oder Yamaha Fino.
Für alle Big-Bike-Fans, die ein Offroad-Motorrad wie die Honda CRF 150 CC mieten möchten, liegen die Preise bei etwa 500.000+ LAK (20+ EUR). Größere Modelle wie die Honda XR 190 CC starten bei etwa 750.000 LAK (30 EUR). Denk daran: Je länger du das Bike mietest, desto besser wird meist der Preis.
Ich habe festgestellt, dass die Mietpreise in Luang Prabang und Savannakhet etwas teurer sind als in anderen Gegenden. In Luang Prabang liegt das wohl an der hohen Nachfrage, in Savannakhet eher daran, dass es nicht viele Vermieter gibt. Dort starten die Preise meist bei 150.000 bis 200.000 LAK (6–8 EUR).
Wenn du Motorrad fahren in Laos willst, musst du zuerst selbstverständlich einen guten Verleih finden. Vor allem in beliebten Touristenzielen wirst du keine Probleme haben, zuverlässige Anbieter zu finden. Achte aber unbedingt auf deren Bewertungen auf Google oder Tripadvisor, bevor du dich für einen Verleiher entscheidest. Hier sind einige Shops, die wir selbst genutzt haben oder die einen guten Ruf haben und technisch einwandfreie Motorräder anbieten:
Kurze Antwort: Ja, das ist möglich!
Einige Reisende möchten Laos über einen längeren Zeitraum mit dem Motorrad erkunden. Beliebte Routen führen von der südlichen Region bis in den Norden oder umgekehrt. Angenommen, du startest in Pakse und möchtest bis nach Vientiane, Vang Vieng oder sogar Luang Prabang fahren. Die meisten kleineren Motorradvermietungen in Laos bieten jedoch keinen Service an, bei dem du das Motorrad an einem Ort mietest und an einem anderen Ort wieder abgeben kannst.
Aber wir haben einen zuverlässigen Anbieter gefunden, der genau das möglich macht. Und zwar an vier verschiedenen Standorten in Laos und auch in Vietnam. Style Motorbikes Laos bietet eine sehr gute Auswahl, vor allem an größeren Bikes wie Honda CR, Kawasaki KLX, Royal Enfield oder Yamaha PG-1.
Style Motorbikes Laos betreibt Shops in Pakse, Luang Prabang und Vientiane. Auf ihrer Website kannst du dir alle Motorräder und Preise ansehen, ein bestimmtes Bike reservieren und sogar deinen gewünschten Miet- und Rückgabeort auswählen.
Viele Reisende, die Laos besuchen, reisen auch weiter nach Vietnam oder kommen von dort. Style Motorbikes Vietnam hat ebenfalls Shops in beliebten Städten in Vietnam: Ha Giang, Hanoi, Hue, Hoi An und Ho-Chi-Minh-Stadt (HCMC).
Zuerst einmal solltest du grundsätzlich wissen, wie man ein Motorrad oder Roller fährt, um in Laos damit unterwegs zu sein. Das klingt vielleicht offensichtlich, aber ich sehe trotzdem immer wieder Beiträge in Laos bezogenen Facebook Gruppen von Leuten, die eigentlich gar nicht fahren können, es aber trotzdem ausprobieren wollen. Mein Rat: Lass es lieber! Wenn du absoluter Anfänger bist und keine Erfahrung mit Zweirädern hast, ist Laos definitiv nicht der beste Ort, um es zu lernen. Warum? Vor allem wegen der Straßenverhältnisse, dem teils starken LKW Verkehr und dem Mangel an guter medizinischer Versorgung im Fall eines schweren Unfalls.
Stelle also bitte sicher, dass du ein Motorrad sicher fahren kannst und schon ein wenig Erfahrung hast. Falls du nicht fahren kannst, gibt es immer noch die Möglichkeit eines „Easy Riders“. Viele Leute bieten an, dich auf dem Rücksitz mitzunehmen und man teilt sich die Kosten. Poste einfach in ein paar Laos Facebook Gruppen oder frag bei Motorbike Verleihern nach. Du wirst sicher jemanden finden.
Nur Personen mit einem gültigen Führerschein dürfen in Laos legal ein Motorrad fahren. Allerdings muss man zwischen dem offiziellen Gesetz und der Realität in Laos unterscheiden. Kaum ein Vermieter wird dich nach deinem Führerschein fragen, wenn du ein Motorrad ausleihen möchtest. Es liegt in deiner Verantwortung, selbst einen gültigen Führerschein zu besitzen, um in Laos oder generell außerhalb deines Heimatlandes legal zu fahren.
Wenn es um die rechtlichen Voraussetzungen für das Fahren geht, gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten:
Internationaler Führerschein (IDP):
Basierend auf deinem nationalen Führerschein, meist für 1 Jahr ausgestellt. Du darfst legal ein Motorrad/Roller in Laos fahren, wenn dein Heimatführerschein die Klasse „A“ beinhaltet. Falls du nur die Klasse „B“ hast, ist dieser offiziell nicht gültig für Motorräder, sondern nur für Autos, außer es gibt ein Abkommen zwischen deinem Heimatland und Laos, dass auch der nationale Führerschein aus deinem Heimatland genutzt werden kann. Bitte aber beim Autofahrerclub im Heimatland nachfragen.
Laotischer Führerschein:
Expats und digitale Nomaden mit einem Langzeitvisum in Laos können einen lokalen Führerschein mit 5 Jahren Gültigkeit bekommen. Dafür muss ein schriftlicher und praktischer Test abgelegt werden (sehr einfach) und du bekommst deinen laotischen Führerschein. Das geht nicht mit einem Touristenvisum, sondern du muss ein Langzeitvisum in Laos besitzen. Den kompletten Ablauf, wie man als Ausländer einen laotischen Führerschein bekommt, findest du in einem separaten Artikel.
ASEAN Führerschein:
Wenn du in einem anderen ASEAN-Land lebst und dort einen Führerschein mit Klasse „A“ besitzt, darfst du in Laos legal Motorrad oder Roller fahren. Das basiert auf einem Abkommen zwischen den ASEAN Staaten.
Viele Leute werden wahrscheinlich einfach ohne gültigen Führerschein mit dem Motorrad durch Laos fahren und haben damit oft keine Probleme. Habe ich ebenso jahrelang in ganz Südostasien so gemacht und nie Probleme gehabt. Ja, es ist tatsächlich sehr üblich, ohne Papiere zu fahren. Würde ich das empfehlen? Ganz klar: Nein! Selbst wenn du von der Polizei in Laos aufgehalten wirst, machen sie meistens kein großes Theater, aber du musst mit einer Strafe rechnen. Entweder offiziell zu bezahlen oder als “Taschengeld” (zwischen 50.000 und 250.000 LAK).
Fahren ohne Führerschein, ohne Helm oder ohne Fahrzeugpapiere kostet dich im Falle einer Kontrolle Geld. In der Regel hast du die Wahl: Entweder du bekommst ein Ticket und zahlst bei der nächsten Polizeistation, oder du gibst direkt vor Ort ein kleines Trinkgeld („Bestechung“). Letzteres ist meist günstiger, aber das Geld landet natürlich nicht dort, wo es eigentlich hingehört. Stattdessen wandert es direkt in die Tasche des Polizisten und du darfst in den meisten Fällen direkt weiterfahren. Bestechung ist in Laos leider sehr verbreitet und ich unterstütze Korruption nicht, aber ich erwähne hier lediglich, was üblich ist. Du musst selbst entscheiden, wie du mit der Situation umgehst.
Gibt es viele Polizeikontrollen? Ja und nein. Es kommt ganz darauf an, wohin du unterwegs bist. Meistens findest du Checkpoints in größeren Städten sowie an Provinz- oder Bezirksgrenzen. Wenn du nichts falsch gemacht hast, wirst du normalerweise nicht einfach so zur Kasse gebeten oder nach einem “Tipp” gefragt. Ich habe aber von Fällen gehört – besonders rund um Thakhek oder Vientiane – in denen Ausländer von der Polizei zur Kasse gebeten wurden. Meistens, weil sie keinen gültigen Führerschein oder gar keinen hatten. Dann musst du eben zahlen.
Grundsätzlich brauchst du aber keine Angst vor der Polizei in Laos zu haben. Begegne ihnen mit Respekt und halte dich an die Regeln, dann solltest du keine Probleme haben.
Die meisten Reisenden wissen nicht, dass Motorradversicherungen in Laos ganz anders funktionieren als in Thailand oder Vietnam. Die Verleiher fragen in der Regel nicht nach einem Führerschein, aber das heißt nicht, dass du versichert bist wenn man etwas sein sollte. Tatsächlich decken fast alle Reiseversicherungen Motorradunfälle nur dann ab, wenn du einen gültigen Motorradführerschein aus deinem Heimatland UND einen internationalen Führerschein (IDP) mit der richtigen Klasse hast oder eben alternativ einen lokalen bzw. ASEAN Führerschein. Ohne diese Voraussetzungen fährst du komplett ohne Versicherungsschutz.
Die lokale Versicherung, die manche Verleihfirmen anbieten, ist extrem eingeschränkt und gilt oft nicht für Ausländer. Das bedeutet: Wenn du einen Unfall hast siehts schlecht aus. Eventuell musst du Krankenhauskosten, Reparaturen und möglicherweise auch Schäden an Dritten selbst zahlen.
Bei schweren Verletzungen ist oft ein medizinischer Rücktransport nach Thailand notwendig, weil die medizinische Versorgung in Laos nicht optimal ist. Der ist sehr teuer und wird kaum übernommen, wenn du keinen gültigen Führerschein hast. Nach vielen Jahren in Südostasien habe ich immer wieder erlebt, wie Reisende auf hohen Krankenhauskosten sitzen geblieben sind, nur weil sie dachten, sie könnten „wie alle anderen“ einfach so ein Motorrad mieten, ohne sich über die Versicherungsbedingungen ihrer Auslandskrankenversicherung zu informieren.
Wenn du also in Laos Motorrad fährst, stelle sicher, dass dein Führerschein und IDP gültig sind. Sonst gehst du ein finanzielles Risiko ein, das viele später bitter bereuen.
👉 Wenn du nur für eine kürzere Zeit nach Laos oder in andere Länder Südostasiens reist, ist die flexible Reiseversicherung von HanseMerkur eine sehr gute Option. Planst du jedoch einen längeren Aufenthalt in Laos oder ganz Südostasien bzw. sogar eine Auswanderung, empfehlen wir dir eine kostenlose persönliche Beratung mit unserem vertrauenswürdigen Versicherungspartner.
Egal, wie lange du bleibst: Wenn du in Laos Motorrad fährst, achte darauf, dass dein Führerschein, internationaler Führerschein (IDP) und deine Versicherung gültig sind – sonst gehst du ein finanzielles Risiko ein, das viele Reisende später bereuen.
Im Vergleich zu den Straßen in den Nachbarländern wie Thailand oder Vietnam sind die Straßenverhältnisse in Laos definitiv schlechter. Der Hauptgrund ist die Regenzeit, die jedes Jahr große Teile der Straßen wegspült, sowie der ständige Schwerlastverkehr aus China, Vietnam und Thailand. Diese LKWs zerstören den Asphalt sehr schnell, es entstehen tiefe Schlaglöcher und unebene Oberflächen. Das bedeutet: Beim Fahren in Laos musst du immer voll konzentriert bleiben. Die Straße kann sich innerhalb weniger Sekunden von glattem Asphalt in Schotter oder bröckelnden Belag verwandeln, vor allem in Bergregionen.
Allgemein gesagt, sind die Straßenverhältnisse in den zentralen und südlichen Regionen etwas besser als im Norden, aber noch lange nicht sehr gut. Nordlaos ist bergig, mit engen Kurven, steilen Pässen und schmalen Dorfstraßen. Je nach Jahreszeit können die Straßen staubig, matschig oder teilweise weggespült sein. Nach langen Regenphasen sind Erdrutsche keine Seltenheit. In den Bergen triffst du auch oft auf langsame LKWs, überladene Busse oder Fahrzeuge, die in unübersichtlichen Kurven überholen – halte also deine Geschwindigkeit immer unter Kontrolle.
Laos ist nicht das Land, in dem du Motorradfahren lernen solltest. Wenn du kompletter Anfänger bist, lass besser jemanden mit Erfahrung fahren, bis du dich sicher fühlst. Auf beliebten Routen wie der Thakhek Loop, dem Bolaven Plateau Loop oder dem weniger bekannten Xe Champhone Loop sind die Straßenverhältnisse nach laotischem Standard meist gut. Einige Schlaglöcher hier und da, aber nichts Dramatisches. Der Nordost Loop und abgelegene Straßen im hohen Norden hingegen gehören zu den schlechtesten im ganzen Land: unbefestigte Abschnitte, tiefe Löcher, steile Anstiege und mögliche Erdrutsche. Für diese Gegenden wird ein Dirt-Bike empfohlen, aber nur, wenn du Erfahrung damit hast.
Dieselspuren von LKWs sind sehr häufig, besonders bei steilen Anstiegen oder scharfen Kurven. Diese rutschigen, glänzenden Flecken auf der Straße können für Motorräder extrem gefährlich sein. Und das Wichtigste zum Schluss: Fahr niemals nachts in Laos. Tiere laufen frei auf den Straßen herum, LKWs fahren oft mit Fernlicht oder ganz ohne Licht, was das Fahren nachts zu einem der größten Risiken in Laos macht.
Roller- bzw. Motorradfahren in Laos kann ein großartiges Erlebnis sein, aber es gibt ein paar Sicherheitstipps, die du unbedingt beachten solltest. Der Verkehr kann unberechenbar sein, Straßenbedingungen ändern sich plötzlich und viele Fahrer verhalten sich so, wie man es anderswo als gefährlich einstufen würde. Trotzdem bewegt sich alles eher langsam, was das Fahren in Laos vergleichsweise einfach macht. Die Leute rasen nicht so wie in Thailand, wahrscheinlich, weil die Einheimischen ihre eigenen Straßenverhältnisse gut kennen.
Aus meiner persönlichen Erfahrung in Laos kann ich sagen, dass mir Mietbetrug bei Rollerverleihern in Laos noch nie passiert ist. Aber das heißt natürlich nicht, dass es nicht vorkommen kann. In diesem Abschnitt kann ich daher nur allgemeine Hinweise geben, anstatt persönliche Erlebnisse zu teilen. Laos ist im Vergleich zu Ländern wie Vietnam, Thailand oder Kambodscha nicht für aggressive Mietbetrugsmaschen bekannt. Viele der Motorradverleihe in Laos sind familiengeführt, leben von guten Google Bewertungen und haben schlicht nicht die Mentalität, Touristen abzuzocken. Trotzdem gibt es hin und wieder kleinere Probleme – meist nichts Großes, aber Dinge, die unangenehm werden können, wenn man nicht vorbereitet ist.
Das häufigste Problem, von dem Reisende berichten, ist der klassische „Kratzer-Trick“, bei dem dir ein Schaden am Motorrad zur Last gelegt wird, der schon vorher da war. Passiert nicht oft. Ein kurzes Video aus allen Winkeln vom Bike vor der Abfahrt löst das Problem direkt.
Ein zweites, kleineres Thema ist die „Tank-Verwirrung“: Du bekommst das Motorrad fast leer, sollst es aber mit mehr Benzin zurückgeben. Das ist meist kein Betrug, sondern eher schlechte Kommunikation.
Der in Nachbarländern bekannte „Pass als Geisel“-Trick, bei dem der Verleih deinen Reisepass nicht zurückgibt, ist in Laos sehr selten. Seriöse Anbieter geben den Pass ohne Diskussion zurück.
👉 Fazit: Mietbetrug beim Motorradverleih in Laos ist ungewöhnlich. Solange du bei einem gut bewerteten Anbieter mietest, vorher ein kurzes Video vom Motorrad machst und dein Bike nachts sicher parkst, wirst du so gut wie nie Probleme haben.
Während Laos zu den sichersten Ländern der Welt für alle Arten von Reisenden zählt, gibt es doch ein Thema, das manchmal zum Problem werden kann: Motorraddiebstahl. Laos ist eines der ärmeren Länder in Südostasien und manche Menschen geraten in Versuchung, ein Motorrad zu stehlen, um es weiterzuverkaufen. Als Tourist lässt sich das aber sehr einfach vermeiden. Vor allem auf bekannten Routen wie den beliebten Motorrad Loops wissen Gästehausbesitzer über das Problem Bescheid und bieten dir meist sowieso an, dein Motorrad über Nacht im Haus oder umzäunten Bereich abzustellen. Das ist der einfachste Weg, um Motorraddiebstahl in Laos zu verhindern.
Eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme ist das Verwenden eines stabilen Fahrrad- oder Motorradschlosses.
Ein paar weitere Tipps:
Lass keine Helme oder Taschen über Nacht am Motorrad hängen
Vermeide dunkle oder abgelegene Parkplätze
Nutze immer die eingebaute Lenkradsperre
Wenn du diese einfachen Dinge beachtest, ist das Risiko eines Motorraddiebstahls in Laos extrem gering.
✅ Stelle dein Motorrad an einem sicheren Ort bei deiner Unterkunft ab
✅ Nutze ein zusätzliches Schloss
✅ Lenkradsperre aktivieren & keine Taschen/Helme draußen lassen
Tanken in Laos ist einfach, aber die Auswahl ist begrenzt. In den meisten Teilen des Landes findest du nur Benzin 91, das aber völlig ausreicht für alle gängigen Roller wie Honda Wave, Click oder Scoopy. In den Dörfern sieht man oft das typische „Whiskyflaschen Benzin“ – das ist im Notfall okay, aber die Qualität schwankt und es ist teurer. Also nur verwenden, um zur nächsten richtigen Tankstelle zu kommen.
Tanke immer früher als du denkst. Die Abstände zwischen den Tankstellen können lang sein, besonders in den Bergen oder auf abgelegenen Routen. Warte nicht, bis dein Tank fast leer ist.
Reparaturen in Laos sind überraschend einfach und günstig. Fast jedes Dorf hat einen kleinen Mechaniker, der dir in wenigen Minuten platte Reifen flickt, die Kette spannt oder die Bremsen einstellt. Ein platter Reifen kostet meist nur ein paar Dollar. Wenn du ein größeres Bike fährst, sind Ersatzteile nicht überall verfügbar. In dem Fall am besten den Vermieter kontaktieren. Aber wenn du mit einem normalen Roller unterwegs bist und etwas repariert werden muss, brauchst du den Vermieter nicht zu informieren – einfach zur nächsten Werkstatt fahren und reparieren lassen, so einfach ist das.
Insgesamt sind Tanken und Reparaturen in Laos kein Thema, über das du dir Sorgen machen musst. Tanke regelmäßig, prüfe ab und zu deine Reifen und fahr bei Problemen einfach zum nächsten Mechaniker.
Das Wetter in Laos spielt eine große Rolle, wenn es ums Motorradfahren geht. Die Trockenzeit (ungefähr von November bis April) ist die angenehmste Zeit für alle großen Routen und Rundstrecken. Die Straßen sind meist trocken, die Sicht ist besser und du musst dich nicht mit matschigen Bergstraßen herumschlagen. Auch für Anfänger oder alle mit wenig Fahrpraxis ist das die beste Zeit.
Während der Regenzeit (Mai bis Oktober) ist Motorradfahren in Laos zwar weiterhin möglich, aber du musst vorsichtiger sein. Starke Regenfälle machen den Asphalt extrem rutschig. Bergstraßen werden schlammig, Schlaglöcher füllen sich mit Wasser und kleine Erdrutsche sind nach langem Regen keine Seltenheit. Rundstrecken wie der Thakhek oder das Bolaven-Plateau sind auch in der Regenzeit machbar, aber du solltest mit langsamem Fahren und unvorhersehbaren Bedingungen rechnen.
Auch die Temperaturen spielen eine Rolle. März und April können extrem heiß sein, was längere Strecken anstrengend macht. Im Gegensatz dazu kann es im Dezember und Januar überraschend kühl werden – landesweit.
👉 Für eine ausführliche Übersicht zu Jahreszeiten, Regenfällen, Temperaturen und den besten Reisemonaten, sieh dir unseren Guide an: Beste Reisezeit für Laos.
Laos ist eines der besten Länder in Südostasien für Motorradtouren und jede Region bietet etwas anderes. Dich erwarten beeindruckende Wasserfälle, Höhlen, Bergpässe, ländliche Dörfer und atemberaubende Aussichtspunkte. Unten findest du die beliebtesten Motorrad Routen in Laos, inklusive einer einfachen Einschätzung des Schwierigkeitsgrads, damit du die passende Tour für dich wählen kannst. Zu einigen der Rundstrecken in Laos haben wir auch eigene Artikel geschrieben.
3–5 Tage, einfacher bis mittlerer Schwierigkeitsgrad. Der Thakhek Loop ist eine der bekanntesten Routen in Laos und perfekt für Anfänger oder alle, die ein entspanntes Abenteuer suchen. Die Straßen sind größtenteils in gutem Zustand, mit nur wenigen holprigen Abschnitten. Zu den Highlights zählen die Kong Lor Höhle, Kalksteinlandschaften, blaue Lagunen und ruhige ländliche Gegenden. Unterkünfte und Essensmöglichkeiten findest du unterwegs problemlos. 👉 Artikel über den Thakhek Loop
3–6 Tage (je nachdem, ob du die kleine oder große Runde machst), einfacher Schwierigkeitsgrad. Startpunkt ist Pakse. Die kleine Runde führt dich durch das Hochland im Süden von Laos, bekannt für seine Kaffeeplantagen, kühleres Klima und einige der schönsten Wasserfälle des Landes. Die Straßen sind breit, glatt und ideal für weniger erfahrene Fahrer. Es ist die einfachste Motorrad Loop für Einsteiger. Die größere Runde erfordert etwas mehr Erfahrung, da die Straßen schlechter und abgelegener sind. 👉 Artikel über den Bolaven Plateau Loop
1–2 Tage, Schwierigkeitsgrad: Einfach. Ein weniger bekannter, aber sehr authentischer Loop. Du kannst ländliche Dörfer, Wasserbüffel, Reisfelder und eine entspannte, lokale Atmosphäre erwarten. Die Straßenqualität ist in Ordnung, aber es gibt viele Schlaglöcher, dennoch ideal für einen entspannten Tagesausflug. Wenn du bereits in Savannakhet bist, ist diese Runde auf jeden Fall einen Abstecher wert. 👉 Artikel über den Xe Champhone Loop
4–5 Tage. Schwierigkeitsgrad: Mittel bis Schwer. Eine der herausforderndsten Routen des Landes. Du kannst mit kaputtem Asphalt, Schlaglöchern, steilen Schotteranstiegen und Abschnitten rechnen, die sich in der Regenzeit in Schlamm verwandeln. Die Landschaften sind atemberaubend, aber dieser Loop ist am besten für erfahrene Fahrer oder alle, die mit einer Enduro bzw. Motocross unterwegs sind. Wir haben selbst einmal einem Ausländer geholfen, der auf dieser Strecke einen Unfall hatte – also sei dort oben lieber besonders vorsichtig.
Motorradfahren in Laos ist eine der besten Möglichkeiten, das Land zu erkunden. Egal ob du den Thakhek Loop fährst, Wasserfälle auf dem Bolaven Plateau besuchst, zwischen Vang Vieng und Luang Prabang unterwegs bist oder einfach nur durch kleinere Orte cruist – ein Roller oder Motorrad gibt dir die Freiheit, Laos auf eigene Faust zu entdecken, wie es mit keinem anderen Verkehrsmittel möglich ist.
Gleichzeitig ist Laos aber nicht Thailand oder Vietnam. Die Straßenverhältnisse können sich schnell ändern, Polizeikontrollen sind manchmal unübersichtlich und wer legal und sicher unterwegs sein will, braucht den richtigen Führerschein und eine passende Versicherung. Mit guter Vorbereitung, etwas Hausverstand und einem zuverlässigen Verleih ist Motorradfahren in Laos aber absolut machbar.
Tanken und Reparaturen sind günstig, Mechaniker gibt’s in fast jedem Dorf, und die meisten Einheimischen helfen dir sofort weiter, wenn du ein Problem hast. Solange du langsam fährst, vorsichtig bist, nachts nicht unterwegs bist und das Wetter im Blick behältst, wirst du eine entspannte und unvergessliche Zeit haben.
Wenn du zum ersten Mal in Laos mit dem Motorrad unterwegs bist: Nimm dir Zeit, genieße die Landschaft und behandle das Land mit Respekt. Laos ist eines der entspanntesten Länder in Asien.
Ja. Gesetzlich brauchst du entweder einen Internationalen Führerschein (IDP) mit der Klasse A, einen gültigen Motorradführerschein aus einem ASEAN Land oder einen laotischen Führerschein. Die meisten Verleiher fragen zwar kaum danach, aber deine Versicherung falls etwas passiert. Bei der Polizei kommst du mit einer kleinen Strafe oder Trinkgeld davon.
Ja, die Vermieter fragen nicht nach deinem Führerschein. Sie wollen nur deinen Reisepass als Pfand, manchmal ist auch eine Kaution in bar möglich. Aber ohne gültigen Führerschein zu fahren, ist illegal und kann bei einer Polizeikontrolle (Strafe oder Bestechung) sowie im Falle eines Unfalls bei der Versicherung zu Problemen führen.
Ja, wenn du fahren kannst und aufmerksam bleibst. In Laos sind die Straßenverhältnisse unvorhersehbar, es laufen Tiere auf die Straße, LKWs überholen in unübersichtlichen Kurven und es gibt kaum Straßenbeleuchtung. Meide Nachtfahrten und fahre langsam.
Eine Honda Wave oder ein ähnliches 100–110cc Halbautomatik-Modell kostet typischerweise 130.000–150.000 LAK (7–8 EUR) pro Tag. Automatikroller wie Honda Click oder Scoopy starten bei etwa 200.000 LAK (10+ EUR). Dirt Bikes sind teurer (30–35+ USD).
Offiziell ist das natürlich dir überlassen und keine Anforderung in Laos. Aber die meisten Reiseversicherungen decken Motorradunfälle NICHT ab, wenn du keinen gültigen Führerschein hast und keinen Helm trägst. Wenn du unsicher bist, wähle deine Versicherung mit Bedacht.
Ja. Polizeikontrollen sind üblich in der Nähe von größeren Städten und an Bezirksgrenzen. Meistens wird nach Führerschein, Helm und grundlegenden Papieren gefragt. Die Strafen sind in der Regel gering, aber wenn du keinen Führerschein hast, musst du mit einer Geldstrafe oder einem kleinen „Trinkgeld“ rechnen. Dennoch nichts tragisches. Sei respektvoll!
Gelegentlich ja, aber das lässt sich leicht vermeiden. Stell dein Motorrad immer im Gästehaus ab und benutze das Lenkradschloss oder ein zusätzliches Schloss. Bei sicherem Parken ist Diebstahl sehr selten.
Nicht wirklich. Laos ist viel entspannter als Vietnam oder Kambodscha. Die häufigsten Probleme sind „Kratzer-Vorwürfe“ und Missverständnisse beim Tanken. Ein kurzes Video vom Motorrad vor dem Losfahren verhindert 99 % aller Probleme.